Prof. Dr.-Ing. T. Finke
Themenvorschläge Abschlussarbeiten
($Revision: 1.20 $, $Date: 2010/02/20 15:44:57 $, $RCSfile: thesis-themes.html,v $)
Übersicht
- 2010-02-20: Plattformübergreifende Softwareentwicklung - Crosscompilation
Das Cross-Plattform Applikationsframework QT bietet die
Möglichkeit, Anwendungen mit professionell gestalteten Oberflächen
plattformunabhängig zu entwickeln. In der Regel wird eine
Applikation dafür auf der Zielplattform compiliert. Für eine
integrierte Entwicklung wäre es wünschenswert, Appliaktionen auf der
Entwicklungsplattform auch für die Zielsysteme zu
compilieren. Gegenstand dieser Arbeit ist es, Möglichketen und
Grenzen der Cross-Plattform-Entwicklung für QT aufzuzeigen.
- 2009-08-05: Verbesserung des Sicherheitsniveaus beim browsertechnischen
WAN-Zugriff
Für eine großem verteilte Institution soll vor dem Hintergrund eines
Zielkonfliktes zwischen Ergonomie, Produktivität und Sicherheit eine
Ausarbeitung über sicherheitssteigernde Maßnahmen der Webnutzung
durchgeführt werden. Die Arbeit wird durch Mitarbeiter der Institution
technisch und sachlich unterstützt und fachlich betreut. Das Projekt bietet
die Chance, in einer realen und anspruchsvollen Infrastruktur konkrete
Untersuchungen anzustellen und Maßnahmen zu untersuchen. Bei Intersse wird
der Kontakt zum verantwortlichen Ansprechpartner hergestellt.
- 2009-03-28: Verschlüsselung im praktischen Einsatz
Für die Verwendung im praktischen Einsatz stehen unterschiedliche,
leistungsfähige Systeme zur Verfügung. Zum Beispiel im Einsatzfeld E-mail jedoch
wird davon nur wenig Gebrauch gemacht. Neben Verständnisproblemen dürften
Komforteinbußen und außerdem fehlende Funktionen dafür ursächlich sein. Zu
untersuchen wäre, welche Maßnahmen zur intensiveren Verwendung der
Verschlüsselungstechniken führen können, welche Probleme dem im Wege stehen,
wie diese etwa gelöst werden könnte und welche Vor- und Nachteile mit dem
Einsatz derartiger Verfahren verbunden sind.
- 2009-03-28: Freie Versionierungssysteme
Aktuell stehen unterschiedliche Versionierungssysteme zur Verfügung. Sie
bieten allgemein sehr umfangreiche Funktionalitäten an.
Dabei unterscheiden sie sich in diversen konzeptionellen Aspekten. Eine
genauere Betrachtung dieser Systeme bietet sich daher an. Die Untersuchung
kann dabei verschiedene Perspektiven zum Gegenstand haben:
- Vergleich gängiger Systeme
- Vor- und Nachteile beziehungsweise Eignung einzelner Systeme für
spezielle Zwecke
- Entwicklung optimierter Worklflows
- 2007-12-15: Performante Prozessor-Fließpunkterweiterungen
im Linux-Kernel
Seit einiger Zeit existieren Bibliotheken zur numerischen
Hochleistungsrechnung, die massiv Gebrauch von Prozessorerweiterungen machen,
die verhältnismäßig inportabel sind (MMX, SSE, 3DNOW, AltiVec etc.). Diese
Zusatzfunktionen erlauben hochperformante Fließpunktrechnung, die gegenüber
der FPU meist Leistungssteigerungen im Bereich von Faktor 4-10 erbringen.
Leider aber sind sie eben sehr prozessorspezifisch. Deshalb gibt es
Bibliotheken wie BLAS/ATLAS oder FFTW, die versuchen, diese
Komponentenabhängigkeit zu verbergen und trotzdem hochperformanten und gut
getesteten Code in Bibliotheken zur Verfügung zu stellen.
Das ist Stand der Technik. Allerdings nicht sehr gut dokumentiert.
Im Kernel eines Betriebssystems ist die Verwendung von
Fließpunktrechnung eine subtile Angelegenheit. Nach Möglichkeit versucht man,
ihre Verwendung zu vermeiden, weil die Exceptions nach Anzahl, Art und Behandlung recht
problematisch werden können.
Für bestimmte Zwecke setzt man sie dennoch ein (z.B. Steuerungsaufgaben,
Signalverarbeitung unter Echtzeit usw.). Für die Verwendung der FPU ist dies
in der einschlägigen Literatur auch gut dokumentiert.
Die konkrete Frage ist nun, ob man die genannten Bibliotheken im
Linux-Kernel einsetzen kann. Ist es möglich, Module gegen (ggf. modifizierte
Libraries) zu linken, so dass sie anschließend im Kernel arbeiten können
(performant und ohne Störung z.B. von Userspace-Prozessen)? Kann man
Kernelthreads zur Verwendung dieser Bibliotheken bringen? Wenn ja: wie?
Die Nutzung könnte man schön an einer einfachen Anwendung zeigen. Im System
liegen viele verhältnismäßig hochfrequente Signale vor (Scheduler-Zeiten,
IO-Ereignisse usw). Diese könnte man hinsichtlich Ihres Fourier-Spektrums
untersuchen. Konkret könnte man die Koeffizienten der Fouriertransformation im
Kernel berechnen und an den Userspace hochgeben. Dort könnte man mit diesen
Daten einen tiefen Einblick in das laufende System erhalten.
- 2007-12-15:
OpenSource ERP und CRM-Systeme für kleine und mittlere Unternehmen
Neben kommerziellen Produkten im Bereich ERP und CRM treten seit einiger Zeit
zunehmend Projekte mit professionellem Anspruch aus dem OpenSource-Bereich
auf. Beipielhaft sei das Projekt Compiere genannt.
Zu untersuchen ist, ob die verfügbaren Projekte den selbst gestellten
Ansprüchen gerecht werden. Konkret ist die Verwendbarkeit in Unternehmen zu
untersuchen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Einsatz in kleinen und
mittleren Unternehmen, für die das kommerzielle Angebot derartiger Software
eher gering ist.
Neben den eigentlichen Systemen interessieren betriebliche Erfordernisse
hinsichtlich Installation, Konfiguration, Administration und
Dokumentation. Wieweit sind für diese Maßnahmen Spezialisten erforderlich?
Wieweit kann deren Einbindung kritisch werden?
- 2007-12-15: Buchhaltungssysteme für kleine und
mittlere Unternehmen
Zu untersuchen sind in dieser Arbeit unterschiedliche Lösungen zu
Buchhaltungssystemen für KMU. Primär sind die Produkte hinsichtlich ihrer
Funktion zu untersuchen. Darüber hinaus interessieren Aspekte wie Ergonomie,
Integration in weitere Unternehmensdatenbestände und zusätzliche
Leistungsmerkmale.
- 2007-04-07: Computerüberwachung durch Sicherheitsbehörden
Das Bundesinnenministerium plant, durch Änderung von Gesetzen und Verfassung
die rechtlichen Grundlagen für eine geheime Ausspähung von Computern zu
schaffen. Dieser Prozess wirft Fragen unterschiedlicher Art auf:
- Mit welchen technischen Mitteln kann eine derartige gezielte Ausspähung
erfolgen?
- Wie können Maßnahmen der Ausspähung erkannt werden?
- Wie kann Schutz gegen derartige Ausspähungsmaßnahmen realisiert werden?
- Ist das Vorhaben des Bundesinnenministeriums konform zur Verfassung und
anderen elemantaren Vereinbarungen (z.B. UN-Charta)?
- Welche Gesetzeswerke sind in ihrer Substanz gefährdet, wenn es zur
Umsetzung des Vorhabens kommt?
- 2007-04-07: Proprietäre VPN-Lösungen
Obwohl zum Aufbau von virtuellen privaten Netzen hochwertige freie Software in
offenen Quellen zur Verfügung steht, finden sich am Markt zahlreiche
kommerzielle Produkte für VPN-Lösungen. Zu untersuchen sind die folgenden
Fragen
- welche Leistungsmerkmale beziehungsweise Einschränkungen weisen
kommerzielle Produkte gegenüber den freien Systemen auf?
- wie ist der Dokumentationsstand der Produkte?
- sind die Systeme plattformgebunden (wenn ja, an welche)?
- sind die Systeme interoperabel zu anderen (auch freien) Produkten?
- wie wird bei Closed-Source-Systemen der Nachweis geführt, dass die
Software frei von Fehlern und Hintertüren (etwa für den Hersteller oder
Sicherheitsbehörden) ist?
- wie gestaltet sich die Arbeit mit den Systemen (Installation, Betrieb,
Administration)? Ist insbesondere der Betrieb automatisierbar?
- wie gestaltet sich die ökonomische Situation (Schulung, Lizenzen, Wartung)?
- 2007-03-14: Betriebssysteme in Mobilgeräten
Am Markt findet sich zur Zeit eine stetig steigende Vielfalt an (kleinen)
Mobilgeräten (Handy, Smartphone, PDA bis hin zu Smartbooks). Dieser
Gerätevielfalt entspricht auch die Vielfalt der Betriebssysteme auf diesen
Geräten. Dem Anwender stellen diese Betriebssysteme oft sehr spezifische
Nutzanwendungen zur Verfügung. Die Entwicklung portabler Applikationen jedoch
wird durch diese Diversifikation erheblich erschwert. Gegenstand dieser Arbeit
ist die Untersuchung des Spektrums der Betriebssysteme von Mobilgeräten
hinsichtlich der Möglichkeiten und Beschränkungen von
Applikationsentwicklungen. Hier ist zu untersuchen, ob Systemschnittstellen
hinreichend dokumentiert, Programmierumgebungen verfügbar und
Lizenzbedingungen hinreichend offen sind.
- 2007-02-24: Trends und Moden in der Informationstechnik
In rascher Folge erscheinen in der Informationstechnik Vorschläge und Ideen zu
neuen Konzepten. Manche sind eher einfach und überschaubar, andere von
visionärem Charakter. Die Geschichte der Informationstechnik ist reich an
solchen Ideen, die teils unvorhersehbar erfolgreich waren (Internet,
grafische Oberflächen), teils aber auch kläglich gescheitert sind (zum
Beispiel viele Projekte zur künstlichen
Intelligenz). Auch aktuell stehen viele Schlagworte im Wettbewerb der Trends
und Moden: SOA, UML, Web 2.0, VOIP und extreme
Programming, um nur einige zu nennen. Hinter welchen Schlagworten stehen
Technologien von echter zukünftiger Relevanz und bei welchen handelt es sich
nur um vorübergehende Hypes? Dies wäre in einer Arbeit zu untersuchen.
- 2007-02-24: Traffic Shaping auf Routern mit freien Betriebssystemen
Freie Betriebssysteme wie Linux oder OpenBSD bewähren sich zunehmend beim
Einsatz auf Routern und Firewalls. Ihre Einrichtung ist einfach und die
Systeme laufen stabil. Gegenstand dieser Untersuchung ist ein Fragenkomplex
aus der Feinjustierung dieser Systeme: das Traffic-Shaping. Mit
Methoden dieser Technik soll der konkurrierende Zugriff auf Ressourcen
(hauptsächlich Bandbreite) reguliert werden. Zu untersuchen ist, welche
Methoden verwendet werden, wie sie eingesetzt werden können und welche
Potentiale und Beschränkungen sie aufweisen.
- 2007-02-18: Mensch-Maschine-Schnittstellen der Zukunft
Seit den achziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgt die Kommunikation
zwischen Anwender und Computer fast ausschließlich über Tastatur, Maus und
(flachen) Bildschirm. Spracheingabe, Bewegungserkennung, echte
3D-Visualisierung und ergonomische Prinzipien wie Feedback haben nur in
Nischen Umsetzung gefunden.
Die Arbeit soll untersuchen, welche Anforderungen in Zukunft an sogenannte
Human Interfaces bestehen werden, wie sie umgesetzt werden können und
welche Auswirkungen dies für den Umgang mit Computern haben könnte.
- 2007-02-18: Integration von GEO-Informationssystemen in
Betriebssystem
Die Aufgaben von Betriebssystemen werden immer vielfältiger. Zuletzt ist der
immense Trend zur Integration multimedialer Funktionen zu
erkennen. Möglicherweise werden künftig GEO-Informationen zunehmend
interessanter. Computer verwalten schon seit langem zeitgesteuert die
unterschiedlichsten Aufgaben. Da ist es naheliegend, dass auch in Abhängigkeit
vom Ort (oder der örtlichen Veränderung) Aufgaben zu lösen wären. Ein PDA
könnte erkennen, dass sein Besitzer soeben einen Supermarkt betritt. Er könnte
den heimischen Kühlschrank nach dem aktuellen Fehlbestand fragen und dies
mitteilen.
Diese Arbeit soll weitere Anwendungsszenarien ermitteln und eine Einschätzung
der künftigen Bedeutung der GEO-Informationssysteme vornehmen.
- 2007-02-15: Kompressionsverfahren mit abschätzbarem
Kompressionsverlust
Zur Aufzeichnung von Signalen (Messwerten jedweder Art) bietet es sich an,
Datenkompressionsverfahren einzusetzen. Bekannt sind viele verschiedene
Verfahren, die entweder verlustfrei mit relativ geringer Kompressionsrate oder
verlustbehaftet mit guter Kompressionsrate arbeiten.
Gesucht ist ein Verfahren, dass effizient eine gute Kompression mit
limitierbarem Verlust erzielt. Die verarbeiteten Signale sind allgemein,
besitzen also keine speziellen bekannten Eigenschaften. Wichtig ist, dass der
Fehler im komprimierten Datensatz einen vorab definierten Wert sicher nicht
überschreitet.
- 2007-02-15: Intelligente Verkehrsinfrastruktur
Die Technologien WLan und IPv6 bieten erhebliche Potentiale zur intelligenten
Verkehrsführung und damit zu verkürzten Reisezeiten, erhöhtem Durchsatz,
reduziertem Energieverbrauch und damit zur Senkung von Kosten und
Umweltbelastungen.
-
Wenn eine Ampel mitteilen würde, wann sie grün wird, dann könnte man
die Fahrtgeschwindigkeit darauf anpassen.
-
Wenn eine Straße (oder ein anderes geographisches Objekt) befragt werden
könnte, wo man sich relativ dazu befindet, dann wäre die lokale Orientierung
stark vereinfacht.
-
Wenn Fahrzeuge mit GPS untereinander und mit ihrer Umgebung
kommunizieren könnten, dann könnten sie
- ihren Abstand ohne Radar ermitteln und regulieren;
- Fahrtrouten untereinander austauschen (und so ein selbstorganisiertes
Navigationsssystem bilden);
- selbsttätig Staus ermitteln und umgehen;
- ihren Fahrern die Möglichkeit geben, per VoIP zu kommunizieren (praktisch,
wenn beim vorausfahrenden Fahrzeug die Ladeluke offen oder ein reifen platt
ist).
Viele weitere Möglichkeiten sind denkbar. Ein solches System müsste nach
offenen (firmenunabhängigen) Standards gestaltet sein und müsste
länderübergreifend konzipiert sein. Der Anschub wäre verhältnismäßig einfach
über öffentliche Infrastrukturmaßnahmen zu erreichen.
Zu untersuchen wäre, welche Funktionen und Dienste umsetzbar wären. Außerdem
sind die Anforderungen an die Sicherheit eines solchen Systems zu untersuchen.
- 2007-02-15: Authentifikation bei kleinen isolierten Systemen
(Embedded Systems, RFID, Chipkarten)
Auf Systeme der genannten Kategorie wird zu unterschiedlichen Zwecken
authentifizierter Zugriff benötigt. Symmetrische Krypto-Verfahren, die zu
diesem Zweck häufig eingesetzt werden, leiden unter dem
Problem, dass der erforderliche Schlüssel leicht kompromittiert wird. Dies
tritt insbesondere dann auf, wenn viele Zugriffsberechtigte auf viele Systeme
zugreifen müssen (Beispiel: Reset-Codes bei Tintenstrahldruckern).
Asymmetrische Verfahren erfordern zum einen sehr viel Rechenleistung, die in
den kleinen Systemen meist nicht verfügbar ist, und benötigen Zugriff auf eine
Public-Key-Infrastrukur, die sie in der Regel nicht erreichen können.
Zu untersuchen ist, welche weiteren Authentifikationsverfahren für diese kleinen
Systeme einsetzbar sind.
- 2006-07-20: Kommunikation mit High-Interest-Communities durch
indirektes Online-Marketing
Es soll mittels empirischer Methodik untersucht werden, inwieweit Foren,
Newsgroups oder Wikis Einflussnahme auf das Verhalten von B2B-Kunden eines
mittelständischen Industrieunternehmens der Automatisierungstechnik haben.
- 2006-03-21: Peer to Peer Netze
Peer to Peer Netze erfreuen sich großer Beliebtheit. Andererseits stehen sie
im Ruf, illegalen Aktivitäten Vorschub zu leisten. Diese Arbeit soll die
verschiedenen Verfahren beleuchten und die technischen, rechtlichen und
wirtschaftlichen Risiken und Potentiale behandeln, die diesen Netzen eigen
sind.
- 2006-01-14: Dateisysteme unter Linux/BSD
Im Umfeld der freien Un*x-Betriebssysteme haben sich zahlreice
unterschiedliche Dateisysteme etabliert, zum Beispiel Ext2, Ext3, ReiserFS,
UFS, XFS, JFS und andere mehr. Die zunehmenden Möglichkeiten der
Massenspeichertechnik und die steigenden Anforderungen an Performanz,
Zuverlässigkeit und Administrierbarkeit erfordern eine genaue Kenntnis der
Eigenschaften dieser Dateisysteme für eine infrastrukturadäquate Auswahl.
Die Arbeit soll sich mit den theoretischen und praktischen Eigenschaften der
Dateisysteme befassen, konkrete Untersuchungen zum Gegenstand haben und
schließlich praktische Einsatzempfehlungen liefern.
- 2005-12-04: Verteilte Software-Entwicklung: DotNet und
Mono
Vor dem Hintergrund verteilter System und zahlloser Softwareentwicklungssystem
besteht dringender denn je die Notwendigkeit, Softwarentwicklung portabel,
plattformübergreifend, standardisiert und investitionsschützend zu
betreiben. Ein Ansatz dazu ist das DotNet Framework beziehungsweise die freie
Alternative Mono.
Die Arbeit soll die genannten Frameworks untersuchen und vergleichen. Außerdem
interessieren Vergleiche mit anderen Frameworks wie etwa Java-basierten. Dabei
interessieren die Aspekte der Softwareentwicklung aber auch Fragen der
Ressourcenbedarfe, Skalierbarkeit und Performance.
- 2005-12-04: Realisierung PKI
Eine Public Key Infratruktur (PKI) ist die Basis für zahlreiche Formen
sicherer Kommunikation (zum Beispiel für Web, VPN, Mail und so weiter). Zum
Aufbau einer PKI stehen etliche Systeme zur Verfügung. Interessant dabei ist
die Integration der PKI in die übrige IT-Infrastruktur.
Diese Arbeit soll die
Umsetzung, aber auch die Probleme beim Aufbau einer einheitlichen PKI für VPN,
Web, Mail und weitere Dienste untersuchen und die praktische Umsetzung
aufzeigen. Dabei kann der Vergleich verfügbarer PKI-Systeme Gegenstand der
Betrachtung sein.
- 2005-10-03: OpenVPN als Alternative zu IPSec?
Als formaler Standard hat sich IPSec zur Realisierung von VPN grundsätzlich
durchgesetzt. IPSec birgt jedoch neben großer Komplexität etliche praktische
Probleme (z.B. NAT-Traversal). Zu untersuchen ist, ob OpenVPN hier eine
sinnvolle Alternative darstellt. Zu untersuchen sind Fragen wie
- Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Plattformen
- Verfügbarkeit
- Integration mit strukturierten Firewalls
- Traffic-Management (Bandbreitenkontrolle, QoS, Traffic-Shaping).
- 2005-06-25: Virtuelle Systeme
Virtuelle Systeme bieten zahlreiche nützliche Eigenschaften:
- einfache Installierbarkeit
- Sicherheit
- Flexibilität
Zur Zeit sind zahlreiche Projekte verfügbar oder in der Entwicklung (zum
Beispiel das kommerzielle Projekt "VMWare" oder freie Projekte wie "Qemu", "XEN"
"UserModeLinux", "Bochs", "Adeos" und so weiter). Auch sind diese Projekte auf
unterschiedliche Zielen ausgerichtet (Portabilität, Performanz, Scheduling).
Zu untersuchen sind Möglichkeiten, Methoden und Probleme beim Einsatz
virtualisierter Konzepte.
- 2005-06-15: Verzeichnisdienstbasierte Nutzerverwaltung für
mobile Systeme
Aus administrativer Sicht ist die zentrale Benutzerverwaltung per
Verzeichnisdienst ein bewährtes und vorteilhaftes Konzept. Probleme treten
jedoch auf, wenn einzelne Rechner nur temporär im Netzwerk arbeiten (Laptops
zum Beispiel). Die Arbeit soll untersuchen, ob und wie eine Benutzerverwaltung
auf der Basis von Verzeichnisdiensten hier sinnvoll umgesetzt werden kann.
- 2004-10-14: Zentralisierte Authentifikation in Grenznetzen
In vielen Netzwerken ist Zugriff sowohl von innen wie auch von außen
erforderlich. Idealerweise folgt man hinsichtlich der Authentifikation einer
Single-Sign-On Konzeption. Zu untersuchen sind exemplarische Szenarien.
- 2004-10-14: Software-Patente
Aktuell wird eine engagierte Diskussion über die Ausweitung des Patentrechts
auf Software geführt. Gegenstand einer Abschlussarbeit wäre die Darstellung der
aktuellen rechtlichen Situation in den verschiedenen relevanten
Wirtschaftsräumen sowie die Bewertung des Patentwesens für die
Softwareentwicklung.
- 2004-10-14 : Verschiedene Projekte Softwareentwicklung
Wenn Sie Interesse an Programmieraufgaben haben und sich für
Softwareentwicklung im OpenSource-Bereich interessieren, stehen verschiedene
Vorschläge zur Verfügung:
- 2004-10-14: Textbasierter Windowmanager unter X11
Die erhöhten Anforderungen an Ergonomie und Bedienungsfreundlichkeit führen
dazu, dass immer mehr Applikationen unter grafischen Oberflächen realisiert
werden. Bei Verwendung von Übertragungswegen mit kleinen Bandbreiten sind
diese Applikationen jedoch sehr unhandlich.
- 2004-09-30: Java-basierte Prozessvisualisierung
Ziel dieses Software-Entwicklungsprojektes ist die Entwicklung grafisch
konfigurierbarer Applets zur Visualisierung von Zustands- und Streamdaten aus
netzbasierten Quellen. Die Anwendung könnte das zeitnahe und hochfrequent
gesampelte Monitoring von Systemparametern (Netzdurchsatz, Plattenplatz,
Prozessanzahlen, Speicherauslastung usw.) zum Gegenstand haben (vergleiche
Oetiker: MRTG). Wichtige Aspekte sind hierbei:
- Implementierung als Browser-integrierbare und plattformunabhängige Applikation
- Kommunikation des Applets mit beliebigen Servern.
- 2004-09-30: Textbasierte Oberflächen
Ziel dieses Software-Entwicklungsprojektes ist die Entwicklung einer
ASCII-basierten graphischen Benutzeroberfläche. Beispielsweise könnte eine
rein textliche Variante des Toolkits Tk (Ousterhout: Tcl/Tk, Ing-Simmons:
Perl/Tk) realisiert werden. Das Resultat sollte den Betrieb grafischer
Applikationen weitestgehend erlauben, ohne an deren Sourcen Änderungen zu
erfordern.
- 2006-10-02: Minimalimplementation des X.509 Standards
In embedded Systems werden häufig Microcontroller mit extrem geringen
Ausstattungen an Rechenleistung, RAM und ROM eingesetzt. Dennoch ist es oft
wünschenswert, auf diesen Systemen die Funktionalitäten zumindest der
Serverseite der Dienste nach X.509 nutzen zu können.
Ziel dieser Arbeit ist die Implementierung in C bei minimalen verfügbaren
Ressourcen.
- 2004-09-30: Embedded Systems
Zu untersuchen sind vollwertige Betriebssysteme auf kleinen Architekturen
(etwa auf Basis von "uClibc" oder "dietlibc", z.B. "uwoody"):
- Einsatzfelder
- unterstützte Hardware
- Entwicklungsumgebungen
- 2004-09-30 : IPSec interoperabel
Zu untersuchen ist die Interoperabilität verschiedener IPSec Implementierungen
auf verschiedenen Plattformen bei unterschiedlichen Einsatzfällen (Netz-Netz,
Netz-Host, Road-Warrior, dynamische/statische IP-Adressen,
Firewall-Absicherung).
Ziel: Formulierung szenarioabhängiger Implementierungsrichtlinien.
- 2004-09-30: Spam - Technik, Recht, Ökonomie
Das stetig zunehmende Auftreten von Spam stellt ein wachsendes erhebliches
Problem dar. Vor diesem Hintergrund bieten sich Diplomarbeiten mit
unterschiedlichen Schwerpunkten an:
- Technik
- Entstehung und Verbreitung von Spam
- Erkennung, Vermeidung
- Recht
- Ökonomie
- 2006-10-02: DNS in heterogen strukturierten Netzen
Unternehmensnetze neigen zu steigender Komplexität ihrer Struktur: Externe
Anbindung, Abteilungen, Filialen, Home-Offices, Mobile Systeme,
Fernwartungsverbindungen usw. bedingen Netzwerksstrukturen, die zeitlich und
räumlich veränderlich sind. Zu untersuchen ist, wie derart komplexe Strukturen
sinnvoll mit zuverlässigem DNS versorgt werden können. Ziel ist die
systematische Untersuchung sowie die praktische Umsetzung einer
DNS-Infrastruktur.
- 2006-10-02: System-Reproduktion
Für spezielle Zwecke werden oft Rechner in spezieller Weise aufgebaut. Dies
betrifft sowohl die Hardware (Massenspeicher, Peripherie, usw.) als auch die
Software. Soll ein gegebenes System reproduziert werden, dann treten unter
Umständen spezielle Probleme auf:
- Hardware des Ur-Systems nicht mehr verfügbar (S-ATA statt ATA,
Grafikkarten, Netzwerkadapter etc.),
- das Original-System ist sukzessive aktualisiert worden.
In diesen Situationen und aufgrund des Speicherplatzbedarfs sind reine Backups
keine Lösung, zumal diese auch der Dokumentation der Systementwicklung
entbehren.
Zu untersuchen ist, wie auf elegante Weise - etwa durch adäquate Dokumentation
- eine Systemreproduktion ermöglicht wird.
- 2006-10-02: Administration und Dokumentation
In komplexen Infrastrukturen ist es erforderlich, administrative Aktivitäten
und Maßnahmen zu dokumentieren. Insbesondere gilt dies, wenn mehrere
Administratoren simultan oder schichtweise arbeiten.
Gegenstand dieser Arbeit ist die Entwicklung eines durchgängigen
Dokumentationskonzeptes für Systemadministration, das stets für alle
Verantwortlichen Antwort u.a. auf folgende Fragen liefert:
- wer hat wann warum welche Maßnahme ergriffen?
- welche Folgen hatte die Maßnahme?
- wie kann die Maßnahme rückgängig gemacht werden?
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